Wann solltest du mit einer Discovery Session starten?
Wann solltest du mit einer Discovery Session starten?
Hilde van Kessel

Hilde van Kessel

Service Delivery Manager

Wann solltest du mit einer Discovery Session starten?

Du startest mit einer Discovery Session, sobald du Zweifel daran hast, ob deine Organisation die größten Cyberrisiken kennt, unabhängig davon, ob dies durch Wachstum, eine bevorstehende Compliance-Anforderung, einen Vorfall bei einem anderen Unternehmen oder einfach durch ein Bauchgefühl ausgelöst wird, dass es besser gehen könnte. Es gibt keinen festen Zeitpunkt, zu dem jeder beginnen sollte. Es gibt jedoch klare Signale, die darauf hinweisen, dass es jetzt relevant ist.


In diesem Artikel besprechen wir, welche Situationen mehr Einblick erfordern, wie du das innerhalb deiner eigenen Organisation erkennst und warum das Warten, bis etwas schiefgeht, oft die teuerste Entscheidung ist.

Signale dafür, dass Einblick fehlt

Die meisten Organisationen beginnen nicht mit einer Risikobewertung, weil sie einer Checkliste folgen, sondern weil etwas sie zum Nachdenken bringt. Typische Signale sind, dass niemand genau erklären kann, wo die größten Schwachstellen liegen, dass Entscheidungen über Security hauptsächlich aus dem Bauch heraus getroffen werden oder dass IT und Geschäftsführung ein unterschiedliches Bild davon haben, wie sicher die Organisation tatsächlich ist. Sobald diese Zweifel bestehen, ist genau das der Punkt, an dem eine Discovery Session hilft. Sie zeigt auf, wo ein Angreifer tatsächlich eine Chance hat, anstatt sich auf Annahmen zu verlassen.

Wachstum als Anlass

Wachsende Organisationen verändern sich schneller, als ihre Security-Richtlinien mitwachsen. Neue Systeme, neue Mitarbeitende, neue Lieferanten und manchmal neue Standorte führen zu einer IT-Umgebung, die niemand mehr vollständig überblickt. Was vor ein paar Jahren gut geregelt war, kann heute blinde Flecken enthalten. Wachstum ist daher einer der häufigsten Zeitpunkte, um erneut zu prüfen, wo sich die Kronjuwelen der Organisation befinden und wie gut sie geschützt sind.

Gesetze und Vorschriften wie NIS2

Viele Organisationen müssen Verpflichtungen aus dem Cybersecurity-Gesetz, ISO 27001 oder Anforderungen eines Versicherers erfüllen. Dieser Druck fühlt sich oft wie eine Verpflichtung an, aber die erste Frage dahinter ist einfach. weißt du eigentlich, wo deine Risiken liegen. Eine Discovery Session ist keine Compliance-Checkliste, liefert aber den Einblick, der erforderlich ist, um diese Anforderungen später gezielt erfüllen zu können. Sie macht sichtbar, was sofort Aufmerksamkeit verdient und was später erledigt werden kann, sodass du nicht blind jede einzelne Anforderung abarbeiten musst.

Ein Vorfall bei einem anderen Unternehmen

Ein Angriff oder Datenleck bei einem Unternehmen aus derselben Branche, einem Lieferanten oder einem Wettbewerber wirkt oft wie ein Weckruf. Das ist verständlich, aber es besteht das Risiko, dass Organisationen danach Symptome bekämpfen, anstatt die Ursache anzugehen. Anstatt einzelne Maßnahmen aufgrund des Problems eines anderen Unternehmens zu ergreifen, ist es sinnvoller, zunächst zu untersuchen, ob derselbe Angriffsweg auch in deiner Organisation offenstehen würde. So verhinderst du, dass du in Schutz vor dem falschen Risiko investierst.

Zweifel auf Geschäftsführungsebene

Manchmal kommt der Anlass nicht von der IT, sondern von der Geschäftsführung oder dem Vorstand. Es wird nach Kontrolle über Cyberrisiken gefragt, zum Beispiel von einem Auditor, einem Versicherer oder Anteilseignern, und niemand kann diese Frage mit Sicherheit beantworten. Das ist ein starkes Signal, zu starten, gerade weil eine Discovery Session ein Ergebnis liefert, das sowohl für IT als auch für das Management nutzbar ist. Kein technischer Bericht, sondern ein klares Bild davon, wo die Organisation steht und welche Entscheidungen sich daraus ergeben.

Auch ohne eigenes Security-Team

Du brauchst kein großes internes Security-Team, um zu starten. Im Gegenteil, Organisationen ohne umfassende interne Expertise profitieren oft am meisten von einem niedrigschwelligen Einstieg. Du erhältst innerhalb von zwei bis vier Wochen einen Überblick darüber, wo die Risiken liegen, ohne dass du zuerst selbst ein komplettes Security-Team aufbauen musst, um beginnen zu können.

Warum sich Warten meistens nicht lohnt

Viele Organisationen schieben diese Art von Einblick auf, bis es einen konkreten Anlass gibt, während die Risiken unbemerkt weiter wachsen. Systeme verändern sich, Menschen kommen und gehen, Prozesse verschieben sich. Sicherheit ist eine Momentaufnahme, und diese Momentaufnahme wird weniger zuverlässig, je mehr Zeit seit der letzten gründlichen Überprüfung vergangen ist. Früh zu starten bedeutet, dass du Entscheidungen auf Basis von Fakten triffst, anstatt auf Annahmen zu vertrauen, die inzwischen veraltet sein können.

Wann eine Discovery Session der logische nächste Schritt ist

Wenn du Zweifel daran hast, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, lässt sich die Frage eigentlich einfach beantworten. Kannst du mit Sicherheit erklären, wo deine größten Risiken liegen und welche Prioritäten sich daraus ergeben. Wenn du das nicht kannst, ist das an sich schon die Antwort. Eine Discovery Session gibt dir innerhalb weniger Wochen den Überblick, der nötig ist, um gezielt an besseren Entscheidungen weiterzuarbeiten, unabhängig davon, ob dies zu einer technischen Vertiefung, einem Gespräch über Prioritäten mit der Geschäftsführung oder einem Folgeprozess wie einem Assessment führt. Der Ausgangspunkt ist nicht kompliziert. Es ist einfach der Moment, in dem du erkennst, dass Annahmen nicht länger ausreichen.